Der “Gär-O-Mat” ist das gefühlt tausendste Bastelprojekt zum Bau einer Vorrichtung, welche die Temperatur beim Vergären von Hefe- und Sauerteigen reguliert, damit diese sich optimal entwickeln können. Nur zum Spaß werde ich das hier alles mal ein wenig dokumentieren, vielleicht regt es ja den einen oder anderen zum Nachbau oder “Fork” an.

Sauerteig im Glas Quelle: Pixabay/Thomas Bock

Motivation

Da ich recht häufig Brot, Brötchen, Baguette u.s.w. selber backe und öfters mal neue Rezepte ausprobiere, stehe ich oft vor dem Problem, Rezeptanweisungen wie “16 Stunden von 30°C fallend auf Raumtemperatur stehen lassen” umzusetzen. Mit den geforderten Temperaturen kann ich i.d.R. nicht dienen und Notlösungen wie das Heizen mit der Backofenbeleuchtung klappen nicht immer zuverlässig. Also muss eine temperaturgeregelte Gärbox her! Kann man fertig kaufen, muss man aber nicht - selber bauen macht sowieso mehr Spaß.

Inspiration

Anregung für die Gärbox habe ich mir bei Manfred Braun geholt, auch wenn das was dabei rausgekommen ist, doch recht verschieden ist.

Ziel

Die Gärbox soll in der Lage sein, die Temperatur im Inneren einem Gefälle oder mehrstufigen Programm folgend zu regulieren oder konstant zu halten. Temperatur und Programmierung sollen frei einstellbar sein. Ein Alarmton soll anzeigen, wenn der Sauerteig fertig ist.

Nach Durchsicht der Ramschkiste ist auch klar, womit ich dass realisieren werden: Hier wartet nämlich noch ein ESP8266-Mikrocontroller mit WLAN auf seine Einsatz, denn ich irgendwann mal mitbestellt habe. Damit ist klar: Der Gär-O-mat wird ein IoT-, Smart-, Connected-Dingens - 3 Punkte im Buzzword-Bingo!

Als Heizquelle soll eine 12V/35-W Heizfolie dienen, wie sie auch Manfred Braun in seiner Variante verwendet hat. Für den Rest wird genommen was gerade da ist und für das Gehäuse kriegt der Anet-A8 mal wieder was zu tun.

Im nächsten Teil gehe ich auf die Schaltung näher ein.